Therapien

Behandlung einer Sehminderung oder Sehstörung

Wenn Sie unter verschwommenem Sehen, Doppelbildern, Flimmern, Lichtblitzen, verzerrter Sicht oder ähnlichen Problemen leiden, ist es ratsam, diese Sehminderungen oder Sehstörungen von einem Facharzt für Augenheilkunde abklären zu lassen.

Nach einer ausführlichen Anamnese und umfassenden Augenuntersuchungen, einschließlich moderner Diagnoseverfahren wie OCT und Angiographie, können die Ursachen für die Sehprobleme identifiziert werden. Auf Grundlage dieser Diagnose können geeignete Therapien eingeleitet werden, um die Sehkraft bestmöglich zu erhalten oder wiederherzustellen. Neben den Möglichkeiten der allgemeinen konservativen Behandlungsmethoden wie Brillen- und Sehschärfenbestimmung, Orthoptik, medikamentöser Therapie und Lidhygiene ist unsere Augenpraxis in Wiesbaden besonders auf die Diagnose und Behandlung von Netzhaut- und Makulaerkrankungen spezialisiert und bietet Ihnen die bestmögliche Versorgung.

Darüber hinaus stehen unseren jüngsten Patienten in unserer Augenpraxis spezielle Angebote zur Verfügung. So bieten wir eine Kindersprechstunde und eine Sehschule an, die sich insbesondere auf die Untersuchung und Behandlung von Augenerkrankungen wie Amblyopie, Diplopie, Krankheiten mit neurologischer Ursache und Augenmuskelfunktionsstörungen konzentrieren.

Therapie bei Makulaerkrankungen

Makulaerkrankungen sind vielfältige Augenerkrankungen, die sich auf die Makula bzw. den Gelben Fleck auswirken, einen kleinen Bereich in der Mitte der Netzhaut, der für das zentrale Sehen verantwortlich ist. Je nach Art der Makulaerkrankung können verschiedene Symptome auftreten, darunter verschwommenes oder verzerrtes Sehen, ein Gefühl von zentraler Blindheit, veränderte Farbwahrnehmung, erhöhte Lichtempfindlichkeit sowie Probleme beim Lesen und beim Erkennen von Gesichtern. Es ist wichtig, einen Augenarzt zu konsultieren, wenn solche Symptome auftreten, da eine frühzeitige Diagnose für den Behandlungserfolg entscheidend ist.

Das Erkennen und die Therapie dieser Erkrankungen erfordern dabei spezialisierte Untersuchungen, einschließlich moderner Verfahren wie OCT und Fundoskopie (siehe dazu auch: Diagnostik von Makulaerkrankungen). Unsere Augenpraxis in Wiesbaden ist spezialisiert auf die Diagnose und Behandlung von Makula- und Netzhauterkrankungen, einschließlich AMD (altersbedingter Makuladegeneration), Diabetes und Gefäßverschlüssen. Wir bieten verschiedene Therapieoptionen an:


Lasertherapie bei Makulaerkrankungen

Bei einigen Makulaerkrankungen (z.B. Makulaischämie, Makulaödem) und abhängig von der spezifischen fachärztlichen Diagnose sowie den individuellen Umständen des Patienten kann eine Lasertherapie wirksam sein. Dabei werden hochenergetische Laserstrahlen eingesetzt, um abnormales Gewebe in der Makula zu behandeln und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Es ist jedoch zu beachten, dass diese Therapie in der Regel nicht in der Lage ist, bereits verlorengegangene Sehkraft wiederherzustellen.

Anti-VEGF intravitreale Injektionen bei Makulaerkrankungen

Anti-VEGF intravitreale Injektionen sind eine moderne medizinische Behandlungsoption für verschiedene Makulaerkrankungen mit hoher Wirksamkeitsrate. Sie können das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen oder sogar zu einer Verbesserung des Sehvermögens führen. VEGF steht dabei für den vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor, eine natürlicherweise im Körper vorkommende Substanz, die die Entwicklung und die Durchlässigkeit von Blutgefäßen fördert. Bei bestimmten Makulaerkrankungen, insbesondere bei feuchter AMD und beim diabetischen Makulaödem, wird zu viel VEGF produziert, was zur Entstehung abnormer Blutgefäße führen kann. Aufgrund dieser abweichenden Gefäßstrukturen kann es dazu kommen, dass Flüssigkeit und Blut unter die Netzhaut gelangen und somit das Sehvermögen beeinträchtigt wird.

Mittels der Anti-VEGF intravitreale Injektionen wird ein Medikament direkt in den Glaskörper des Auges injiziert. Das Anti-VEGF-Medikament blockiert VEGF im Auge, verringert die Durchlässigkeit abnormer Blutgefäße in der Makula und kann so die Erholung der Netzhaut und damit die Verbesserung des Sehvermögens fördern.

Intravitrealen Implantate bei Makulaerkrankungen

In unserer Augenpraxis in Wiesbaden bieten wir als Behandlungsoption für bestimmte Makulaerkrankungen, wie zum Beispiel dem diabetischen Makulaödem und der feuchten altersbedingten Makuladegeneration (AMD), die Injektion von intravitrealen Implantaten an. Dabei werden kleine Medikamententräger direkt in den Glaskörper des Auges eingebracht. Diese Implantate setzen über einen bestimmten Zeitraum kontrolliert Arzneimittel im Auge frei. Das enthaltene Medikament zielt darauf ab, die abnormale Bildung von Blutgefäßen zu hemmen und Flüssigkeitsansammlungen zu reduzieren, was dazu beitragen kann, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und das Sehvermögen zu verbessern.

Die Wirksamkeit eines Implantats ist von seiner Art und dem verwendeten Medikament abhängen und erfordert in bestimmten Fällen eine regelmäßige Erneuerung oder Ergänzung. Zur Überwachung des Therapieerfolgs und für mögliche Anpassungen des Therapieplans sind regelmäßige Kontrolltermine beim Augenarzt notwendig.

Therapie bei Netzhauterkrankungen & Netzhautdegeneration

Regelmäßige Kontrolltermine zur Überprüfung der Netzhaut sind besonders für Patienten mit Diabetes oder Kurzsichtigkeit empfehlenswert, da Netzhautschädigungen oft lange Zeit unbemerkt bleiben können und eine frühzeitige Erkennung der Schädigungen den Therapieerfolg maßgeblich beeinflusst.

Spezielle Augentropfen bewirken eine Pupillenerweiterung, um eine präzise Netzhautüberprüfung durch das augenärztliche Fachpersonal zu ermöglichen. Zusätzliche Einblicke in die Schichten der normalerweise transparenten Netzhaut werden mithilfe der optischen Kohärenztomographie (OCT) gewonnen. Dies erleichtert die Diagnose und Früherkennung von Veränderungen und Erkrankungen. In unserer auf Makula- und Netzhauterkrankungen spezialisierten Augenpraxis in Wiesbaden bieten wir verschiedene Therapiemöglichkeiten an:


Laserretinopexie bei Netzhautdegeneration, Netzhautrissen und Netzhautforamina (Netzhautlöchern)

Die Laserretinopexie ist ein bewährtes Verfahren zur Behandlung von Netzhautdegeneration, Netzhautrissen und Netzhautforamina (Netzhautlöchern). Dabei wird ein gebündelter Laserstrahl gezielt auf betroffene Netzhautbereiche gerichtet. Dies ermöglicht die Versiegelung der Defekte, um Blutungen zu stoppen und Ablagerungen zu behandeln. Die Lasertherapie kann so dazu beitragen, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen und das Sehvermögen zu erhalten oder zu verbessern. Der Anwendungsgrad und die erforderliche Anzahl der Sitzungen variieren je nach Schwere der Erkrankung und individuellem Gesundheitszustand.

Anti-VEGF intravitreale Injektionen bei Netzhauterkrankungen

Anti-VEGF intravitreale Injektionen können bei Netzhauterkrankungen wie AMD und diabetischer Retinopathie eingesetzt werden (siehe dazu auch: Anti-VEGF intravitreale Injektionen bei Makulaerkrankungen). Sie werden direkt in den Glaskörper des Auges injiziert, um den vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor (VEGF) zu blockieren, welcher für die übermäßige Bildung schädlicher Blutgefäße in der Netzhaut verantwortlich ist. Die Injektionen können das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen und das Sehvermögen erhalten. Wiederholte Injektionen sind oft notwendig.

Intravitrealen Implantate bei Netzhauterkrankungen

Intravitreale Implantate werden bei Erkrankungen wie feuchter altersbedingter Makuladegeneration (AMD) oder diabetischer Retinopathie eingesetzt. Hierbei werden winzige Implantate direkt in den Glaskörper des Auges eingebracht. Dadurch erfolgt eine langanhaltende und kontrollierte Freisetzung von Arzneimitteln, um die Krankheit zu behandeln oder ihr Fortschreiten zu verlangsamen. Die Behandlung sollte regelmäßig vom Augenarzt überwacht werden, um gegebenenfalls Anpassungen am Therapieplan vornehmen zu können und den allgemeinen Therapieerfolg zu kontrollieren. (siehe dazu auch: Intravitrealen Implantate bei Makulaerkrankungen)

Behandlung des Glaukoms (Grüner Star)

Das Glaukom, auch als Grüner Star bekannt, gehört weltweit zu den Hauptursachen für anhaltende Blindheit. Es entsteht, wenn der Augeninnendruck über einen längeren Zeitraum erhöht bleibt und dadurch den Sehnerv sowie die Nervenfasern in der Netzhaut schädigt. Dies verläuft in der Regel schmerzfrei und fortschreitend. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung des Glaukoms können schwerwiegende Folgen verhindern oder zumindest verlangsamen und das Sehvermögen erhalten.

In unserer Augenpraxis führen wir verschiedene diagnostische Tests durch, darunter die Messung des Augeninnendrucks, Gesichtsfelduntersuchung, Hornhautdickenmessung, Gonioskopie, OCT der Papille und HRT, um einen individuellen Therapieplan durch unseren Augenarzt festlegen zu können (siehe dazu auch: Diagnostik Glaukom (Grüner Star)). Neben der konservativen Glaukombehandlung (z.B. Augentropfen, orale Einnahme von Medikamenten) bieten wir auch folgende moderne Lasertherapien zur Behandlung des Glaukoms an:


Selektive Laser Trabekuloplastie bei Offenwinkelglaukom

Das Offenwinkelglaukom ist die häufigste Form des Glaukoms. Dabei ist der Abfluss des Augenwassers aus dem Auge behindert, was zu einem Anstieg des Augeninnendrucks führt. Die SLT-Therapie zielt darauf ab, den Augeninnendruck zu senken. Hierbei wird ein Laser verwendet, der auf einen speziellen Bereich im Auge, das Trabekelwerk, gerichtet wird. Dadurch wird der Abfluss verbessert, ohne umliegendes Gewebe zu schädigen.

Die Selektive Laser Trabekuloplastie kann als eigenständige Therapie oder in Kombination mit der medikamentösen Glaukombehandlung eingesetzt werden und wird ambulant in unserer Augenpraxis in Wiesbaden durchgeführt.

YAG-Iridotomie bei Engwinkelglaukom

Beim Engwinkelglaukom ist der Kammerwinkel, durch den das Kammerwasser im Auge abfließt, zu eng. Dies kann zu plötzlichen Anstiegen des Augeninnendrucks, Augenschmerzen, verschwommenem Sehen und irreparablen Sehschäden führen. Die YAG-Iridotomie ist ein Therapieverfahren, bei dem mit Hilfe von Laserstrahlen ein kleines Loch in die Iris (die Regenbogenhaut des Auges) erzeugt wird. Durch dieses Loch in der Iris kann das Kammerwasser nun ungehindert zwischen den vorderen und hinteren Augenkammern abfließen, was den Augeninnendruck reduziert und akute Anfälle von Engwinkelglaukom verhindert. Die YAG-Iridotomie ist ein schonender Eingriff, der ambulant in unserer Praxis und von unserem erfahrenen Augenarzt Bassel Osman durchgeführt wird.

Katarakt (Grauer Star) & Nachstartherapie

Katarakt, auch als Grauer Star bekannt, ist eine Trübung der Augenlinse, die oft auf den natürlichen Alterungsprozess zurückzuführen ist und allmählich das Sehvermögen beeinträchtigt. Dies äußert sich in trübem oder verschwommenem Sehen und verursacht in der Regel keine Schmerzen. Die einzige wirksame Methode zur Kataraktbehandlung ist die chirurgische Entfernung der getrübten Linse und ihr Ersatz durch eine künstliche Intraokularlinse (IOL).

Darüber hinaus verfügen über umfangreiche Erfahrung in der Laserbehandlung des Nachstars. Ein Nachstar ist eine Trübung, die nach einer Kataraktoperation hinter der künstlichen Linse des Auges auftreten kann und erneut trübes Sehen verursacht. In der Regel kann ein Nachstar in unserer Augenpraxis in Wiesbaden durch einen einfachen und schmerzlosen Eingriff mit einem sogenannten YAG-Laser behoben werden.

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